Hyposensibilisierung

Praxisanschrift

Weidenauer Straße 217
57076 Siegen

 

Tel.: 0271 76018
Fax : 0271 76896

Was ist eine Allergieimpfung?

Bei dieser Therapie wird Ihr Körper während eines längeren Zeitraumes regelmäßig mit "Ihrem" Allergieauslöser in steigender Dosierung konfrontiert. Der Körper gewöhnt sich kontinuierlich an diese Substanzen und wird unempfindlich gegen sie.

Was ist eine Allergieimpfung mit Erfolgskontrolle?

Eine Allergieimpfung dauert sehr lange. Schlecht wäre es, erst nach 3 oder 5 Jahren festzustellen, dass die Impfung keinen Erfolg hat. Deshalb haben wir die Allergieimpfung mit Erfolgskontrolle eingeführt. Jedes ¼ Jahr wird im Blut, bei Kindern durch den Nasensprühtest, der Erfolg der Impfung gemessen. Zusätzlich wird jährlich der Hauttest (Pricktest) wiederholt. Bei Misserfolg wird die Impfart oder der Impfstoff gewechselt. Nach 3-4 Monaten wird der Impferfolg erneut überprüft. Mit dieser erfolgskontrollierten Impfung bei uns ist der Erfolg fast garantiert. Eine Behandlung ohne Erfolg wird vermieden.

Wann soll ich mit der Allergieimpfung anfangen?

Die Allergieimpfung sollte möglichst in einem frühen Stadium begonnen werden. Wird die Allergie nicht rechtzeitig behandelt, nehmen bei den meisten Patienten die Beschwerden im Laufe der Jahre zu. Besonders erfolgreich ist die Allergieimpfung, wenn sie in den ersten Jahren nach neu entstandenen Allergien begonnen wird, als Kind oder Erwachsener, eine obere Altersgrenze besteht nicht.

Welchen Erfolg zeigt eine Allergieimpfung?

Die Allergieimpfung gibt die Chance, Ihre Krankheit für immer oder zumindest für einen langen Zeitraum zu verlieren. Das Risiko eine weitere Überempfindlichkeit gegen eine Vielzahl weiterer Allergene zu entwickeln oder sogar ein allergisches Asthma oder eine chronische Rhinitis zu bekommen, kann durch die Allergieimpfung verhindert werden.

Die WHO empfiehlt die Allergieimpfung als Therapie 1.Wahl gegen allergische Atemwegserkrankungen. Noch wird die Allergieimpfung in Deutschland viel zu wenig und zu spät genutzt.

Gibt es verschiedene Allergieimpfungen?

Es gibt grundsätzlich verschiedene Therapiemöglichkeiten:

Impfung mit Injektion (subcutane Impfung) SCIT

Hierbei wird eine kleine Injektion in den Oberarm gegeben, anfangs wöchentlich später alle 4-6 Wochen.

Impfung mit Tropfen (sublinguale Allergieimpfung) SLIT

Zurzeit gibt es die SLIT in Form von Tropfen ,die 3 Minuten unter der Zunge belassen werden und anschließend runtergeschluckt werden können, oder als Schmelztablette, die unter die Zunge gelegt wird und sich dort auflöst.

Wie läuft die Behandlung ab?

Bei der Langzeitimpfung erfolgen über 2-10 Monate Injektionen in den Oberarm im Abstand von 1-2 Wochen. Danach verlängert sich der Abstand auf alle 4 oder 8 Wochen. Wir sind sehr flexibel mit der Terminvereinbarung.

Bei Schluckimpfung oder Impftablette wird das Allergen täglich unter die Zunge gegeben. Tropfen oder Tabletten nehme ich als Patient mit nach Hause. Bei dieser Therapie ist wegen der geringen Dosis die ¼ jährliche Erfolgskontrolle in der Praxis besonders wichtig.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Weltgesundheitsorganisation(WHO) empfiehlt eine Behandlungsdauer von 3-5 Jahren für alle Impfmöglichkeiten. Nach den Injektionen sollten Sie noch 30 Minuten in der Arztpraxis bleiben, damit seltene Sofortreaktionen gleich vom Arzt behandelt werden können.

Was ist, wenn ich während der Behandlung schwanger werde?

Eine begonnene Allergieimpfung darf in der Schwangerschaft ohne Risiko für Mutter und Kind fortgesetzt werden.

 

Was Sie noch beachten sollten:

  • Die Abnahme Ihrer Beschwerden, oft schon kurze Zeit nach Therapiebeginn, verlockt zu einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung. Der gewünschte langfristige Erfolg bleibt dann jedoch aus.
  • Sie sollten die Impftermine gewissenhaft einhalten.

In unserer Praxis werden Allergieimpfungen gegen folgende Allergene durchgeführt

 

Baumpollen

  • Ahorn
  • Buche
  • Edelkastanie
  • Eiche
  • Esche
  • Holunder
  • Kastanie
  • Kiefer
  • Liguster
  • Linde
  • Maulbeer (weißer)
  • Mimosa
  • Nuss
  • Olive
  • Pappel
  • Platane
  • Robinie
  • Sadebaum
  • Ulme
  • Wacholder
  • Weide
  • Weißbuche
  • Zypresse

Schimmelpilze

  • Alternaria tenuis
  • Botrytis cinerea
  • Chaetomium globosum
  • Cladosporium
  • Epicoccum
  • Fuarium vasinfectum
  • Getreidebrandpilz-Mischung
  • Hefepilzmischung
  • Helminthosporium halodes
  • Merulius lacrymans
  • Mucor racemosus
  • Penicillium mix
  • Pullularia pullulans
  • Rhizopus nigricans
  • Stemphylium botryosum
  • Trichothecium roseum

Getreide- und Kräuterpollen

  • Aufrechtes Glaskraut
  • Beifuß
  • Brennnessel
  • Fuchsschwanz
  • Gänsefuß
  • Goldrute
  • Hohe Ambrosie
  • Hopfen
  • Klee
  • Löwenzahn
  • Luzerne
  • Mais
  • Margerite
  • Mauerglaskraut
  • Raps
  • Salzkraut
  • Sauerampfer
  • Sonnenblume
  • Spitzwegerich

Epithelien

  • Federnmischung
  • Hamsterhaar
  • Hundehaar
  • Katzenhaar
  • Meerschweinchenhaar
  • Pferdehaar und –schuppen

Vorratsmilben

  • Acarius siro
  • Blomia kulagini
  • Glyciphagus domesticus
  • Lepidoglyphus destructor
  • Pyroglyphus africanus
  • Tyrophagus putrescentiae

Insekten

  • Deutsche Küchenschabe
  • Mehlmotte
  • Stechmücke